Das geplante Museum der Luftverteidigung wird seinen Besuchern einen Einblick in die außerordentlich umfangreiche und bislang wenig bekannte Geschichte der Luftverteidigung auf dem Gebiet der Tschechoslowakei bieten, von der Zeit des Kalten Krieges bis zum Beitritt der Slowakei zur NATO. Die Ausstellung wird die vollständige Funktionsweise einer Flugabwehrraketenabteilung veranschaulichen, von der Vorstellung der Raketensysteme, Transportfahrzeuge, Radaranlagen und technischen Einrichtungen bis hin zum eigentlichen Ablauf eines Gefechtseinsatzes. Die Exposition entsteht auf dem höchsten Berg Bratislavas, der Devínska Kobyla, direkt im ehemaligen Feuerstellungsbereich der 6. Abteilung der 186. Flugabwehrraketenbrigade (später 37. Flugabwehrraketenbrigade). Das Museum wird sich weniger als 200 Meter vom Aussichtsturm entfernt in einem gehärteten Schutzbau für das Rundsuchradar P-15 befinden. Aufgrund der ungewöhnlichen Lage der Raketenbasis auf einem Berg stellt das Museumsgebäude selbst eine Besonderheit dar. Es handelt sich um das einzige Objekt dieser Art in der ehemaligen Tschechoslowakei, das speziell für den Betrieb einer Radaranlage mit auf einem Mast montierter Antenne errichtet wurde. Die Besucher werden die Möglichkeit haben, diese Antenne wieder in ihrer ursprünglichen Position zu sehen – so, wie sie einst den Luftraum über Bratislava überwachte und schützte. Darüber hinaus werden zahlreiche Modelle militärischer Technik, historische Fotografien sowie Film- und Videomaterial präsentiert, die regelmäßig vorgeführt werden sollen. Für Schulklassen werden spezielle Führungen im Rahmen des Unterrichts sowie von Wehr- und Sicherheitstrainings angeboten.