Während des Kalten Krieges, als Europa in zwei Machtblöcke geteilt war, verlief die Westgrenze der Slowakei unmittelbar entlang des sogenannten „Eisernen Vorhangs“ – der physischen Trennlinie zwischen Ost und West. Zur Abschottung der beiden Welten wurden nicht nur Grenzsperrgebiete und pioniertechnische Sperranlagen eingerichtet, sondern auch bestehende sowie neu errichtete militärische Anlagen zur Grenzsicherung genutzt. Zu den bereits vorhandenen Anlagen gehörten insbesondere die tschechoslowakischen Befestigungen aus der Zeit der Ersten Republik, die Ende der 1930er-Jahre errichtet worden waren. Dazu zählten sowohl die leichten Befestigungsanlagen entlang der March (Morava) als auch die schweren Befestigungswerke in Bratislava-Petržalka. Die Bunker wurden von der Armee reaktiviert, instand gehalten und jederzeit einsatzbereit gehalten. Gleichzeitig entstanden neue militärische Einrichtungen, darunter Beobachtungsposten und unterirdische Pionierunterstände, aber auch deutlich größere Anlagen wie die Stützpunkte der Flugabwehrraketenverteidigung. Auf dem Gebiet der Westslowakei befanden sich insgesamt acht Flugabwehrraketenabteilungen (PLTRO): Lozorno, Senec, Rohovce, Dunajská Lužná, Stupava, Devínska Kobyla, Rusovce und Most pri Bratislave. Hinzu kam ein neunter Standort in Viničné, der jedoch nicht über Abschussstellungen verfügte. Dort war eine technische Einheit stationiert, in der Raketen gelagert sowie deren Funktionsfähigkeit überprüft und getestet wurden. Die bekannteste dieser Anlagen ist zweifellos die Raketenbasis auf der Devínska Kobyla, im Volksmund als „Raketovka“ bekannt. Die Bewaffnung der Basis bestand aus Flugabwehrraketen des Typs S-125M Newa, die jeweils zu vier Stück in großen Stahlbetonbunkern beziehungsweise Raketensilos untergebracht waren. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zerfall des Warschauer Pakts blieb die Raketenbasis noch bis 1997 in Betrieb. Seitdem wird die Anlage zunehmend von der Natur zurückerobert und ist zugleich Vandalismus ausgesetzt. Heute befindet sich das gesamte Areal in einem stark vernachlässigten Zustand und wurde in weiten Teilen geplündert. Trotz des gegenwärtig schlechten Zustands engagieren sich Freiwillige für die Erhaltung eines der Gebäude. Dort ist die Einrichtung eines Museums der Luftverteidigung geplant, das die Geschichte und Bedeutung dieser militärischen Anlage dokumentieren soll.